Die Entwicklung von AV-Systemen für eine hybride 4K/HD-Welt

Finden Sie heraus, worauf es bei der Planung für die Zukunft ankommt, und entwickeln Sie eine erfolgreiche Upgrade-Strategie, die Weiterentwicklung statt Umbruch bedeutet.

Roland V-1-4K and VC-1SC-4K

  •  Die Koexistenz von 4K und HD gehört zur täglichen Praxis bei der Planung von AV-Systemen.
  •  Fehlende Signalkompatibilität und andere Probleme können dabei zu erheblichen Problemen im Betriebsablauf führen.
  •  Der Roland V-1-4K gibt Systemintegratoren die Freiheit, Setups entsprechend der tatsächlichen Bildwiedergabe-Anforderungen zu gestalten.

Der Umstieg auf 4K ist im professionellen AV-Bereich bereits in vollem Gange, doch nur wenige Organisationen vollziehen den Wechsel auf einen Schlag. Unternehmen, Bildungseinrichtungen, Gotteshäuser und Veranstaltungsorte investieren unter Umständen in eine 4K-Kamera oder einen 4K-Bildschirm, nutzen aber weiterhin Computer, Kontrollmonitore, Streaming-Encoder und weiteres Equipment auf HD-Basis, da diese nach wie vor eine wichtige Funktion erfüllen. Das Ergebnis entspricht weder einer 4K- noch einer HD-Umgebung. Es handelt sich um ein Hybridsystem, das aus Technologien besteht, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten entwickelt wurden und auf unterschiedliche Anforderungen zugeschnitten sind.

Die Realität in der Praxis

Die Koexistenz von 4K und HD gehört zur täglichen Praxis bei der Planung von AV-Systemen. Budgets, Upgrade-Zyklen und Bedienungsanforderungen stimmen nur selten über alle Komponenten einer Anlage hinweg überein. Ein Team benötigt möglicherweise die höhere Auflösung einer 4K-Kamera für die Bildqualität oder für Region-of-Interest-Workflows, ohne dafür alle Downstream-Bildschirme austauschen zu müssen. Eine andere Organisation möchte eine 4K-LED-Wand installieren, dabei aber weiterhin Präsentationsquellen und Produktionswerkzeuge nutzen, die HD-Inhalte ausgeben. In beiden Fällen muss das System dafür sorgen, dass neue und bereits vorhandene Geräte zuverlässig zusammenarbeiten. Zudem muss es Personen ermöglichen, ihre Arbeit wie gewohnt fortzusetzen, ohne Abläufe unnötig zu verkomplizieren.

“Eine erfolgreiche Upgrade-Strategie sollte sich wie eine Weiterentwicklung anfühlen, nicht wie eine Umwälzung.”

Für Systemintegratoren bedeutet dies: Die Anforderungen an den Begriff "zukunftssicher" haben sich verändert. Für die Zukunft zu planen bedeutet nicht, davon auszugehen, dass Signale unmittelbar auf das neueste Format wechseln. Es geht darum, ein Setup zusammenzustellen, das die aktuelle Hybrid-Umgebung unterstützt und Organisationen gleichzeitig einen praktikablen Weg bietet, Schritt für Schritt auf 4K auszubauen. So können Organisationen ihr Equipment weiter nutzen, anstatt es unnötigerweise vorzeitig auszutauschen. Kurz gesagt: Eine erfolgreiche Upgrade-Strategie sollte sich wie eine Weiterentwicklung anfühlen, nicht wie eine Umwälzung.

Roland V-1-4K and VC-1SC-4K

Der Umgang mit Herausforderungen

Auflösung ist nur ein Aspekt der Signalkompatibilität. Frameraten, Farbformate, Kopierschutz und die Kommunikation zwischen Geräten können allesamt Einfluss darauf nehmen, ob eine Quelle wie erwartet dargestellt wird. Ein Laptop, der an einem einzelnen Bildschirm funktioniert, verhält sich in einer größeren Produktionsumgebung möglicherweise anders. Ein HD-Monitor akzeptiert unter Umständen nicht das gleiche Signal wie ein 4K-Monitor. Selbst wenn jedes Gerät über einen HDMI-Anschluss verfügt, stimmen sich die Geräte möglicherweise nicht automatisch auf ein geeignetes Format ab.

All dies kann zu erheblichen Problemen im Betriebsablauf führen. Ein System, das auf dem Papier flexibel erscheint, benötigt unter Umständen dennoch externe Scaler, Konverter oder Signalverarbeitungsgeräte für einzelne Verbindungspunkte. Jede hinzugefügte Komponente muss neu konfiguriert und mit Strom versorgt werden und ist eine weitere potenzielle Fehlerquelle. Für erfahrene Techniker sind diese Aspekte meist gut zu bewältigen. In kleinen Produktionsteams, die mit freiwilligen Mitarbeitern und Personal arbeiten, deren Hauptaufgaben nicht im Videobereich liegen, werden Routineaufgaben dadurch unnötig erschwert.

“Ein System, das auf dem Papier flexibel erscheint, benötigt unter Umständen dennoch externe Scaler, Konverter oder Signalverarbeitungsgeräte für einzelne Verbindungspunkte.”

Messbarer Erfolg

In vielen Organisationen gibt es möglicherweise keinen AV-Spezialisten, der ein Event unterstützen kann, weshalb Einfachheit und Planbarkeit genauso wichtig sind wie die technische Kompetenz. In der Praxis wird Erfolg meistens nicht daran gemessen, wie viele Technologien zum Einsatz kommen, sondern daran, ob das System im Bedarfsfall zuverlässig funktioniert. Eine Präsentation sollte zum richtigen Zeitpunkt starten. Eine Vorlesung sollte ohne technische Probleme beginnen. Ein Gottesdienst oder eine Live-Veranstaltung sollte nicht davon abhängen, dass ein Fachmann zur Stelle ist, um unerwartete Kompatibilitätsprobleme zu lösen.

Aus diesem Grund muss Skalierung als eine Kernfunktion betrachtet werden und nicht als eine nachträgliche Systemergänzung. Wenn Skalierung direkt in den Signalweg integriert ist, lassen sich Quellen an das Produktionsformat anpassen, ohne dass Anwender für jeden Abweichungsfall ein separates Gerät einsetzen müssen.

Ein Computer mit 1080p-Auflösung für Präsentationen kann zusammen mit einer 4K-Kamera genutzt werden, während die Ausgänge für Ziele mit unterschiedlichen Anforderungen konfiguriert werden können. Die Zielsetzung umfasst mehr als nur die Verarbeitung verschiedener Formate. Anwender sollen sich auf das Event konzentrieren können und nicht auf die zugrunde liegende Technologie.

“Ein Gottesdienst oder eine Live-Veranstaltung sollte nicht davon abhängen, dass ein Fachmann zur Stelle ist, um unerwartete Kompatibilitätsprobleme zu lösen.”



Roland V-1-4K and VC-1SC-4K

Kommunikation, Kollaboration und die Bereitstellung von Inhalten

Eine flexible Ein- und Ausgabearchitektur ist gleichermaßen wichtig. Eingangsseitig sollten sowohl die aktuell vorhandenen Quellen als auch Equipment, das in Zukunft möglicherweise hinzukommt, berücksichtigt werden. Die Ausgänge sollten den spezifischen Anforderungen des jeweiligen Raums gerecht werden, darunter ein primäres 4K-Display, HD-Kontrollmonitore, ein Multiview-Bildschirm und das Streaming-Setup. Indem man jedes Ziel so behandelt, als benötige es das gleiche Signal, schränkt man das System unnötig ein und verlagert die Komplexität zurück auf den Anwender. Die besten Systeme halten technische Entscheidungen vom Tagesgeschäft fern, sodass sich Anwender ganz auf Kommunikation, Zusammenarbeit und die Bereitstellung von Inhalten konzentrieren können.

Es ist entscheidend, die Signalübertragung bereits frühzeitig im Planungsprozess zu berücksichtigen. Die EDID-Verwaltung hilft verbundenen Geräten dabei, die von einem System unterstützten Formate zu identifizieren, und Situationen zu vermeiden, in denen eine Quelle einen inkompatiblen Ausgang auswählt. In einer hybriden Umgebung ist eine zuverlässige Kommunikation zwischen den Geräten von entscheidender Bedeutung, damit Anwender vor Beginn eines Events keine Fehlersuche durchführen oder die Quellen-Einstellungen wiederholt ändern müssen.

“Besonders belastbare Systeme vereinen mehrere Möglichkeiten. Durch die integrierte Umwandlung wird der Bedarf an Einzelkomponenten reduziert.”

Besonders belastbare Systeme vereinen mehrere Möglichkeiten. Durch die integrierte Umwandlung wird der Bedarf an Einzelkomponenten reduziert. Ein flexibles Routing ermöglicht es, verschiedene Ziele mit den jeweils benötigten Signalen zu versorgen. Eine einheitliche Steuerung sorgt dafür, dass diese technischen Entscheidungen im Hintergrund bleiben und einen reibungslosen Workflow unterstützen. Durch diese Kombination kann ein Unternehmen seine funktionierende HD-Infrastruktur beibehalten, ohne dass ältere Geräte die Grenzen des Systems vorgeben.

Zudem reduziert es den Schulungsaufwand, wodurch moderne Produktionssysteme für einen größeren Anwenderkreis in Frage kommen. Vor dem Hintergrund, dass immer mehr Organisationen auf Mitarbeiter setzen, deren Expertise eher in den Bereichen Bildung, Kommunikation, Seelsorge, Verwaltung oder Eventmanagement als in der AV-Technik liegt, gewinnt dieser Aspekt zunehmend an Bedeutung.

Roland V-1-4K and VC-1SC-4K

V-1-4K für reale Produktionsanforderungen

Roland hat den V-1-4K Video Switcher für real existierende Produktionsanforderungen entwickelt. Alle fünf HDMI-Eingänge verfügen über integrierte Scaler, wodurch sowohl HD- als auch 4K-Quellen innerhalb einer Produktion genutzt werden können. Anwender können unterschiedliche Quellen bedenkenlos anschließen und sich darauf verlassen, dass das System für verschiedene Signalformate ausgelegt ist, ohne dass zusätzliche Einstellungen oder Fehlerbehebungen erforderlich sind. Die fünf HDMI-Ausgänge des V-1-4K bieten Flexibilität für Programm, Vorschau, Multiview und weitere Ziele, während die Abwärtskonvertierung auf zuweisbaren Ausgängen dabei hilft, HD-Geräte in einen 4K-Workflow zu integrieren. Der V-1-4K verfügt über einen EDID-Emulator, der eine zuverlässige Geräte-Kommunikation ermöglicht und dabei hilft, Kompatibilitätsprobleme zu vermeiden, die anderenfalls zu Bildausfällen führen können.

“Anstatt die gesamte Produktion an die Anforderungen eines einzelnen Displays anzupassen, kann das System die Inhalte an das jeweilige Ziel anpassen.”

In Anwendungen mit besonderen Anforderungen an die Bildwiedergabe lässt sich die Flexibilität des V-1-4K durch die Kombination mit dem Roland VC-1SC-4K noch erweitern. Neben der Formatkonvertierung trägt der VC-1SC-4K dazu bei, Inhalte optimal an das jeweilige Ziel anzupassen. Eine präzise Bildjustierung und Formatkonvertierung ist besonders bei LED-Wänden, nicht-standardisierten Leinwandformaten und anderen Anwendungen von Bedeutung, bei denen Inhalte für eine bestimmte Auflösung und ein bestimmtes Seitenverhältnis positioniert oder angepasst werden müssen. Anstatt die gesamte Produktion an die Anforderungen eines einzelnen Displays anzupassen, kann das System die Inhalte an das jeweilige Ziel anpassen.

Roland V-1-4K and VC-1SC-4K

Mehr Freiheit

Der Ansatz von Roland vereinfacht die Bildschirmverwaltung und gibt Integratoren mehr Planungsfreiheit im Hinblick auf die tatsächlichen Display-Anforderungen. Statt den Workflow neu auf das Display abzustimmen, lassen sich die Inhalte einfach an das Display anpassen, ohne dass dabei die gewohnte Arbeitsweise verändert wird.

Darüber hinaus können Systemintegratoren ihre Lösungen an den tatsächlichen Upgrade-Plan des Unternehmens anpassen. So kann eine Einrichtung ihre gewohnten HD-Quellen und HD-Bildschirme weiterhin nutzen und gleichzeitig 4K-Geräte dort einsetzen, wo sie den größten Nutzen bringen. Sobald sich Budgets und Anforderungen weiterentwickeln, können weitere Prozesse auf 4K umgestellt werden, ohne dass das System in jeder Phase neu konzipiert werden muss. Anstatt Technologiewechsel als „Alles-oder-nichts“-Projekte zu behandeln, können Organisationen ihre Modernisierung in einem selbstgewählten Tempo vorantreiben, das den betrieblichen Anforderungen und verfügbaren Ressourcen entspricht.

“Roland unterstützt Systemintegratoren beim Aufbau praxisorientierter Systeme, welche die bestehende HD-Infrastruktur mit den Möglichkeiten von 4K verbinden.”

Für Organisationen besteht das Ziel darin, eine Produktionsumgebung zu schaffen, die Zuverlässigkeit garantiert, auch wenn sich Quellen und Ziele ändern. Durch die Kombination aus flexiblen Ein- und Ausgängen, integrierten Scalern, Signalmanagement und einfacher Bedienung unterstützt Roland Systemintegratoren dabei, praxisorientierte Systeme zu entwickeln, welche die bestehende HD-Infrastruktur mit den Möglichkeiten von 4K verbinden. Auf dieser Grundlage können Produktionsteams Entwicklungen in ihrem eigenen Tempo vorantreiben.

Anstatt von Anwendern zu verlangen, sich an die Technik anzupassen, ist Roland davon überzeugt, dass sich Technik an die Anwender anpassen sollte. Diese Philosophie bestimmt seit jeher die Entwicklung neuer Produkte bei Roland: Wir wollen professionelle Videoproduktionen zugänglicher, zuverlässiger und einfacher machen – für diejenigen, die täglich damit arbeiten.